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Walk-in-Dusche aus Glas: Aufbau und Glasstärke im Detail

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Walk-in-Dusche aus Glas: Aufbau und Glasstärke im Detail – walk-in dusche glas | Isar Duschkonzepte

Was ist eine Walk-in-Dusche aus Glas?

Eine Walk-in-Dusche aus Glas ist eine offen gestaltete Duschlösung mit einer feststehenden Glaswand, die den Nassbereich vom restlichen Bad trennt. Anders als bei herkömmlichen Duschkabinen verzichtet diese Bauart komplett auf Türen oder Schiebetüren. Das Glas fungiert dabei als transparenter Spritzschutz, während der seitliche Zugang völlig frei bleibt.

Die Beliebtheit der Walk-in Dusche aus Glas ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Besonders in Neubauten im Raum Landshut und dem Großraum München entscheiden sich Bauherren zunehmend für diese elegante Lösung. Der Grund liegt in der zeitlosen Optik und der praktischen Handhabung – kein Türrahmen, der verkalkt, keine Scharniere, die haken.

Bei der Planung einer Walk-in-Dusche sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: die verfügbare Raumgröße, die Position der Glaswand und insbesondere die Wahl der richtigen Glasstärke. Diese Entscheidungen beeinflussen sowohl die Funktionalität als auch die Langlebigkeit der Installation.

Aufbau und Konstruktion: Die tragende Glaswand im Fokus

Der konstruktive Aufbau einer Walk-in-Dusche folgt einem durchdachten Prinzip. Die Glaswand wird in der Regel an zwei Punkten fixiert: bodenseitig über eine Bodenprofil oder Wandanschlusswinkel und wandseitig durch spezielle Glashalter oder ein Wandanschlussprofil. Diese Befestigung muss ausreichend stabil sein, da die gesamte Glasfläche freistehend arbeitet.

Das verwendete Sicherheitsglas wird präzise nach Aufmaß gefertigt. Dabei kommen zwei Glasarten zum Einsatz: Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG). ESG ist thermisch vorgespannt und zerfällt bei Bruch in kleine, stumpfe Krümel. VSG besteht aus zwei Glasscheiben mit einer Folie dazwischen – bei Bruch bleiben die Scherben an der Folie haften.

Die Abdichtung erfolgt über strukturelle Silikonfugen zwischen Glas und angrenzenden Flächen. Diese Dichtung verhindert, dass Spritzwasser aus dem Duschbereich austritt. Fachgerecht ausgeführt, bleibt eine solche Abdichtung über viele Jahre wartungsfrei.

Konstruktions-Tipp: Die Position der Glaswand bestimmt maßgeblich die Spritzwasser-Verteilung. Eine Wandhöhe von mindestens 2.000 mm und ein Wandabstand von 120–140 cm vom Duschkopf gelten als bewährte Richtwerte.

Welche Glasstärke eignet sich für Walk-in-Duschen?

Die Glasstärke beeinflusst sowohl die Stabilität als auch die optische Wirkung einer Walk-in-Dusche. Standardmäßig werden Glasstärken zwischen 6 mm und 12 mm verwendet. Die Wahl hängt von mehreren Faktoren ab: der Glasgröße, der Befestigungsart und den statischen Anforderungen.

Bei kleineren Glasflächen bis etwa 1.500 mm Breite reicht oft eine 6 mm starke ESG-Scheibe aus. Diese Stärke bietet ausreichende Stabilität bei moderaten Kosten. Größere Glasflächen oder freistehende Konstruktionen erfordern hingegen 8 mm oder 10 mm starkes Glas. Die erhöhte Materialstärke reduziert Schwingungen und verleiht der gesamten Konstruktion mehr Stabilität.

12 mm starkes Glas kommt bei besonders großen Walk-in-Duschen zum Einsatz oder wenn eine besonders hochwertige Anmutung gewünscht wird. Das dickere Material wirkt wertiger und zeigt weniger Durchbiegung bei Belastung. Allerdings steigen mit der Glasstärke auch Gewicht und Materialkosten erheblich.

Glasstärke Einsatzbereich Eigenschaften
6 mm ESG Glasflächen bis 1.500 mm Kostengünstig, ausreichende Stabilität
8 mm ESG Standard-Walk-in-Duschen Bewährter Kompromiss, gute Stabilität
10 mm ESG Große Glasflächen über 1.800 mm Erhöhte Stabilität, reduzierte Schwingung
12 mm ESG/VSG Premium-Installationen Hochwertige Optik, maximale Stabilität

ESG oder VSG: Welches Sicherheitsglas für Walk-in-Duschen?

ESG (Einscheibensicherheitsglas) ist die häufigste Wahl für Walk-in-Duschen aus Glas. Es wird bei über 600 °C thermisch vorgespannt und anschließend kontrolliert abgekühlt. Dieser Prozess erhöht die Bruchfestigkeit um das Vier- bis Fünffache gegenüber normalem Floatglas. Bei einem Bruch zerfällt ESG in kleine, stumpfe Krümel und minimiert die Verletzungsgefahr.

VSG (Verbundsicherheitsglas) besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine reißfeste Folie miteinander verbunden sind. Bei Glasbruch bleiben die Scherben an der Zwischenfolie haften – die Glaswand bleibt zunächst an Ort und Stelle. VSG bietet damit einen noch höheren Sicherheitsstandard, wird aber seltener in Walk-in-Duschen verwendet, da es aufwendiger und kostspieliger ist.

Für die meisten Walk-in-Duschen reicht ESG völlig aus. Es erfüllt die Sicherheitsanforderungen der DIN EN 12150 und bietet eine ausgezeichnete Kosten-Nutzen-Relation. VSG kommt meist nur bei besonderen Sicherheitsanforderungen oder sehr großen Glasflächen zum Einsatz.

Typische Einbausituationen und Planungsherausforderungen

Walk-in-Duschen lassen sich in verschiedenen Badgrundrissen realisieren. Die klassische Ecklösung nutzt zwei vorhandene Wände als natürliche Begrenzung. Die Glaswand wird parallel zu einer der Wände positioniert und schafft eine etwa 120–140 cm breite Duschzone. Diese Variante eignet sich für rechteckige Bäder ab etwa 6 m² Grundfläche.

In größeren Bädern kann die Walk-in-Dusche auch freistehend geplant werden. Hier trennt die Glaswand den Duschbereich vom Rest des Bades, ohne zwingend an einer Wand zu enden. Diese Lösung erfordert meist eine größere Glasstärke und eine durchdachte Entwässerung, da Spritzwasser aus mehreren Richtungen auftreten kann.

Dachschrägen stellen eine besondere Planungsherausforderung dar. Die Glaswand muss entsprechend der Dachneigung angepasst werden, was eine Maßanfertigung erfordert. Bei stark geneigten Dächern kann eine niedrigere Glashöhe notwendig werden, um Kollisionen zu vermeiden.

Nischenbäder mit drei umschließenden Wänden lassen sich ebenfalls mit Walk-in-Duschen ausstatten. Hier fungiert die Glaswand als vierte „Wand“ und schließt die Duschzone ab. Diese Lösung ist besonders platzsparend und eignet sich für schmale Bäder.

Planungs-Tipp: Vor der Installation sollte die Wasserverteilung des geplanten Duschkopfs geprüft werden. Regenbrausen haben eine andere Spritzcharakteristik als normale Handbrausen und beeinflussen die optimale Glasposition.

Montage und fachgerechte Installation

Die Montage einer Walk-in-Dusche aus Glas erfordert präzises Handwerk und Erfahrung. Zunächst wird ein exaktes Aufmaß vor Ort genommen. Dabei werden nicht nur die Grundabmessungen erfasst, sondern auch Unebenheiten in Wand und Boden dokumentiert. Diese Daten fließen in die Glasfertigung ein.

Die eigentliche Montage beginnt mit der Befestigung der Wandhalterungen. Diese müssen in tragfähiges Mauerwerk gedübelt werden – Gipskartonwände allein reichen nicht aus. Das Bodenprofil wird anschließend ausgerichtet und dauerhaft mit dem Untergrund verbunden.

Das maßgefertigte Glas wird mittels Saugplatten transportiert und positioniert. Aufgrund des Gewichts (8 mm ESG wiegt etwa 20 kg/m²) sind mindestens zwei erfahrene Monteure erforderlich. Nach der Positionierung erfolgt die finale Ausrichtung und die Abdichtung mit strukturellem Sanitärsilikon.

Der abschließende Silikon-Finish ist entscheidend für die Langlebigkeit der Installation. Die Fugen müssen gleichmäßig und vollständig ausgeführt werden, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Nach der Aushärtung ist die Walk-in-Dusche vollständig funktionsbereit.

Praktische Überlegungen: Spritzschutz und Raumklima

Eine häufig gestellte Frage betrifft den Spritzschutz bei Walk-in-Duschen. Durch den offenen Zugang kann theoretisch Wasser aus der Dusche austreten. In der Praxis ist dies bei fachgerechter Planung jedoch kein Problem. Die Glaswand lenkt den Großteil des Spritzwassers in den Ablaufbereich.

Entscheidend ist die richtige Dimensionierung der Duschzone. Ein Abstand von 120–140 cm zwischen Duscharmatur und Glaswand hat sich als optimal erwiesen. Bei dieser Distanz wird auch bei kräftigen Duschstrahlen kaum Wasser über die Glaswand hinausgetragen.

Das Raumklima profitiert von Walk-in-Duschen, da die offene Bauweise eine bessere Luftzirkulation ermöglicht. Wasserdampf kann sich weniger in einer geschlossenen Kabine stauen und verteilt sich gleichmäßiger im Badezimmer. Dies reduziert Schimmelrisiko und verbessert den Trocknungseffekt.

Bei sehr kleinen Bädern sollte dennoch eine Lüftung vorhanden sein, um überschüssige Feuchtigkeit abzuführen. Eine Fensterlüftung oder ein Ventilator reichen meist aus.

Pflege und Wartung von Glasduschen

Walk-in-Duschen aus Glas sind grundsätzlich pflegeleicht, erfordern aber regelmäßige Aufmerksamkeit. Die größte Herausforderung stellen Kalkablagerungen dar, die bei hartem Wasser schnell entstehen können. Eine tägliche Reinigung der Glasfläche mit einem Glasabzieher verhindert hartnäckige Kalkränder.

Für die wöchentliche Grundreinigung eignen sich milde Glasreiniger oder verdünnte Essiglösung. Aggressive Scheuermittel oder säurehaltige Reiniger sollten vermieden werden, da sie das Glas angreifen können. Besonders die Silikonfugen benötigen regelmäßige Kontrolle und gelegentliche Nachbehandlung.

Eine professionelle Nano-Versiegelung kann die Pflege erheblich erleichtern. Diese Beschichtung lässt Wasser abperlen und reduziert die Anhaftung von Kalk und Seifenresten. Die Versiegelung hält etwa 2–3 Jahre und kann bei Bedarf erneuert werden.

Walk-in-Dusche aus Glas: Vor- und Nachteile im Überblick

Die Vorteile einer Walk-in-Dusche aus Glas liegen auf der Hand: zeitloses Design, einfache Reinigung und barrierefreier Zugang. Die transparente Glaswand lässt kleine Bäder größer wirken und schafft eine offene Atmosphäre. Funktional überzeugt die pflegeleichte Oberfläche und der Verzicht auf bewegliche Teile wie Türscharniere.

Als Nachteile sind der begrenzte Spritzschutz und der höhere Platzbedarf zu nennen. Walk-in-Duschen benötigen mehr Grundfläche als kompakte Duschkabinen. In sehr kleinen Bädern kann dies problematisch werden. Zudem bieten sie weniger Privatsphäre als geschlossene Kabinen.

Die Kosten liegen im mittleren bis gehobenen Segment. Während einfache Duschkabinen günstiger sind, rechtfertigen die Langlebigkeit und der Komfort den höheren Anschaffungsaufwand. Besonders bei hochwertigen Badsanierungen stellt eine Walk-in-Dusche aus Glas eine lohnende Investition dar.

Ein wichtiger Aspekt ist auch der Wiederverkaufswert der Immobilie. Walk-in-Duschen gelten als moderner Standard und können den Wert einer Immobilie positiv beeinflussen. Besonders im Großraum München und in Landshut werden hochwertige Bäder bei Immobilienverkäufen zunehmend als Kaufkriterium bewertet.

Häufige Fragen

Wie viel Platz benötigt eine Walk-in-Dusche aus Glas?

Eine Walk-in-Dusche benötigt mindestens 120 cm x 90 cm Grundfläche für komfortables Duschen. Optimal sind 140 cm x 100 cm, um ausreichend Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Der Raum sollte zusätzlich einen freien Zugang von mindestens 60 cm Breite haben.

Welche Glasstärke ist für eine 2 Meter breite Walk-in-Wand optimal?

Für eine 2 Meter breite Glaswand empfiehlt sich mindestens 10 mm starkes ESG. Diese Stärke bietet ausreichende Stabilität und reduziert Schwingungen bei der Nutzung. Bei besonders hochwertigen Installationen kann auch 12 mm Glas verwendet werden.

Kann eine Walk-in-Dusche nachträglich in ein bestehendes Bad eingebaut werden?

Ja, der nachträgliche Einbau ist meist problemlos möglich, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Voraussetzung sind tragfähige Wände für die Befestigung und eine geeignete Bodenentwässerung. Ein Aufmaß vor Ort klärt die technischen Voraussetzungen.

Wie wird verhindert, dass Wasser aus der offenen Walk-in-Dusche austritt?

Bei fachgerechter Planung tritt kaum Wasser aus. Die Glaswand wird in einem Abstand von 120-140 cm zur Duscharmatur positioniert, wodurch der Großteil des Spritzwassers abgefangen wird. Zusätzlich kann ein leichtes Gefälle im Boden zum Ablauf hin angelegt werden.

Ist eine Walk-in-Dusche barrierefrei?

Walk-in-Duschen sind grundsätzlich barrierefrei zugänglich, da keine Türschwelle vorhanden ist. Für die vollständige Barrierefreiheit nach DIN 18040-2 müssen jedoch weitere Kriterien erfüllt sein, wie eine Bewegungsfläche von 150 cm x 150 cm und geeignete Haltegriffe.

Wie lange hält eine Walk-in-Dusche aus Sicherheitsglas?

Bei fachgerechter Installation und regelmäßiger Pflege hält eine Walk-in-Dusche aus ESG oder VSG problemlos 20-25 Jahre. Das Sicherheitsglas selbst ist praktisch unverwüstlich, lediglich die Silikonfugen sollten alle 10-15 Jahre erneuert werden.

Unverbindliche Beratung

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Bei einem Bausprojekt in Landshut haben wir kürzlich eine 2,2 Meter breite Walk-in-Dusche aus 10 mm ESG realisiert. Die Glaswand wurde in einem Abstand von 130 cm zur Regenbrause positioniert und bietet optimalen Spritzschutz bei maximaler Bewegungsfreiheit. Solche individuellen Lösungen zeigen die Vielseitigkeit von Walk-in-Duschen aus Glas und deren Anpassungsfähigkeit an verschiedene Raumgegebenheiten.

Die Entscheidung zwischen verschiedenen Glasarten sollte immer unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen getroffen werden. Während ESG für die meisten Anwendungen ausreicht, kann VSG bei besonderen Sicherheitsanforderungen die bessere Wahl sein. Eine fachkundige Beratung klärt, welche Lösung für Ihr Badprojekt optimal geeignet ist.

Wenn Sie eine maßgefertigte Glasdusche für Ihr Bad planen, steht Isar Duschkonzepte mit über 40 Jahren Erfahrung in der Badgestaltung zur Verfügung. Von der ersten Beratung über das präzise Aufmaß bis zur fachmännischen Montage erhalten Sie alle Leistungen aus einer Hand.






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